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eiko_icon Kaum bekannte Felswand wird Sportler zum Verhängnis


Einsatzkategorie: Bergeinsatz
Zugriffe: 562
Einsatzort Details:

Hengstwände
Datum: 05.03.2017
Alarmierungszeit: 13:59 Uhr
Einsatzende: 16:14 Uhr
Alarmierungsart: Pager/SMS
Mannschaftsstärke: 10
eingesetzte Kräfte :

Bergrettung Puchberg
Alpinpolizei
    Flugpolizei
    ÖAMTC Flugrettung
    Fahrzeugaufgebot   Puchberg 20  Libelle  Christophorus 3
    Alpineinsatz

    Einsatzbericht :

    Am frühen Nachmittag des 05. März ereignete sich ein folgenschwerer Kletterunfall in Puchberg am Schneeberg. Das Ausbrechen eines Griffes aus einer wenig bekannten Kletterroute führte zum tragischen Tod eines jungen Sportlers aus dem Bezirk Oberpullendorf.

     

    Aus einem Kletterführer haben vier junge Sportler aus dem Burgenland von den sog. Hengstwänden erfahren, die sie sich am 05. März 2017 näher ansehen wollten. Die Felswände liegen im Gemeindegebiet von Puchberg am Schneeberg, in der Nähe des unteren Hengstweges am Ende des Hengsttales und weisen einen Schwierigkeitsgrad von bis zu 7 (nach UIAA) auf.

     

    Gegen 11:00 trafen die vier Freunde bei bedecktem Himmel an besagter Stelle ein und machten sich daran, die Kletterwand näher zu erkunden. Drei der vier warteten jew. am Wandfuß bzw. sicherten, während einer nach dem anderen, am Seil gesichert, die Wand erklomm und sich anschließend abseilte. Von dem leichten Regen, der am frühen Nachmittag aufkam, ließen sich die Kletterer jedoch nicht abhalten.

     

    Als G. dabei war, im Vorstieg die Wand zu durchsteigen, dürfte ihm ein Griff ausgebrochen sein und dabei eine etwa 50 cm im Durchmesser große Felsplatte losgerissen haben. Diese fiel in weiterer Folge 10 bis 12 Meter die Felswand hinab und traf den am Wandfuß sichernden F. am Kopf. Seine Begleiter alarmierten umgehend die Bergrettung Puchberg, welche sich unverzüglich mit einer 9-köpfigen Mannschaft auf den Weg machte. Auch die ortsansässige Allgemeinmedizinerin Dr. Karin Pietsch wurde sofort verständigt. Beim Eintreffend der Einsatzkräfte wurde umgehend mit den Reanimationsmaßnahmen begonnen, welche erfolglos eingestellt werden mussten. Nachdem klar war, dass die schwere Kopfverletzung zum Tod von F. geführt haben dürfte, wurde der angeforderte Notarzthubschrauber storniert und die weitere Bergung durch den Hubschrauber des Innenministeriums veranlasst.

     

    Einsatzstatistik